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Ernährungsempfehlung / Regenerationstherapie / Diäten

Die Ernährungsberatung basiert auf den physiologischen Funktionen des Magen-Darm-Traktes unter Berücksichtigung seiner Leistungsfähigkeit (1.) und dem physiologischen Bedarf an Nahrungsstoffen (2., 3.):

 

  1. Dünndarm und Dickdarm sind funktionell voneinander räumlich durch einen Klappenverschluß (Ileozäkalklappe) strikt getrennt. Nur im Dünndarm erfolgt die enzymatische Verdauung und Aufnahme der Nährstoffe. Im Dickdarm werden die „Abfallprodukte“ des Dünndarmes, das sind Ballaststoffe, von Mikroorganismen der Darmflora zersetzt. Daraus hervorgehende kurzkettige Fettsäuren gelangen zur Energieverwertung. Eine Störung der Darmfunktion durch ungeeignete Lebensmittel, durch Zusatzstoffe und durch eine allergische Reaktion, bewirkt im Dünndarm eine beschleunigte Entleerung oder Spülung des unverdauten Darminhalts in den Dickdarm mit der Folge einer erheblichen Gesundheitsbelastung: Kohlenhydrate werden von der Darmflora sauer vergoren, Eiweiße unterliegen einer toxischen Fäulnis. Säuren und Toxine belasten den Organismus und sind an der Entstehung von Krankheiten und Krebs wesentlich beteiligt. Heute leidet ein großer Teil der Bevölkerung an diesen funktionellen Darmstörungen.

    Siehe Reizdarmsyndrom

  2. Der physiologische Bedarf an Nährstoffen beträgt idealerweise 78% Kohlenhydrate, 12% Fette und 10% Eiweiße (Gewichtsprozente). Mehrere Studien belegen hierfür die höchste Lebenserwartung. Eine geringe Abweichung 70%, 15% und 15% läßt sich heute mit einer überwiegend vegetarischen Kostform mühelos erreichen. Der Körper kann Kohlenhydrate und Fette leicht speichern, sind die kleineren Kohlenhydratspeicher voll, wird Glukose zu Fett umgebaut. Für Eiweiße besitzt der Körper keine Speicher ! Eiweiße sind reine Aufbau- und Ersatzstoffe und werden bestimmungsgemäß nur im Notfall zur Energieverwertung verstoffwechselt (Hungerphase). Der Abbau überschüssiger Eiweiße bereitet dem Organismus Probleme, weil gesundheitsbelastende, teils giftige Stoffe hierbei entstehen, die von den Nieren vorrangig ausgeschieden werden müssen: Ammoniak als Harnstoff, Säuren (Wasserstoff-Ionen), Harnsäure (aus Fleischkost). Die heute üblichen Ernährungsempfehlungen, die eine großzügige Eiweißaufnahme von 25% bis 35% (Gewichtsprozente) vorgeben, sind wissenschaftlich nicht haltbar, zumal der physiologische Eiweißbedarf für einen Erwachsenen täglich nicht mehr als 28 bis 35 Gramm beträgt.

  3. Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe, zusammengefaßt Vitalstoffe, muß der Körper mit der Nahrung aufnehmen, weil er nicht in der Lage ist sie eigenständig herzustellen. Die Enzyme des gesamten Stoffwechsels sind sowohl auf Vitamine als auch auf Spurenelemente angewiesen, ein Mangel reduziert die Körperfunktionen mit der Folge von Leistungsschwäche, Infektanfälligkeit, erhöhtem Krankheits- und Krebsrisiko. Die heutige Mischkost liefert nicht mehr alle Vitalstoffe ausreichend, ein erhebliches Defizit besteht für Vitamin Folsäure, Spurenelemente Selen und Jod, häufig auch Vitamin B 12 und Zink.

Zum Thema physiologische Funktion des Magen-Darm-Traktes und Bedeutung / Wirkung der Vitalstoffe detaillierte Ausführungen im Buch:

Mielke, K.J.: Droge Wohlstandskost: Chronisch krank durch Fehlernährung, Nov.1998, ISBN 3-00-002927-3, Mielke Verlag Hannover, Hassellhof 1, 30457 Hannover, Fax: 0511 - 434217

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Anmerkung zur Regenerationstherapie:

Fehlernährung und gestörte Darmfunktionen sind heute so weit verbreitet, daß bei fast allen Patienten eine Sanierung der Darm- funktionen erforderlich wird. Danach erfolgt obligatorisch die Ausleitung von Säuren, (Wasserstoff-Ionen), Harnsäuren und Giftstoffen, zeitgleich eine Darmsanierung und die Gabe von Vitalstoffen. Ein von Säuren, Schlacken, Giftstoffen und Eiweißablagerungen befreiter Organismus wird seine Regenerations- und Selbstheilungskräfte auf einem hohen Niveau entfalten können, die therapierten Personen werden Gesundheit wiedererlangen, und zudem eine Stärkung ihrer psychischen Konstitution erfahren.

siehe Regenerationstherapie

Therapie Darmfunktion siehe Reizdarmsyndrom

Therapie Säureausleitung siehe Entsäuerung

Therapie Harnsäureausleitung siehe Entschlackung, Rheuma/Gicht

Therapie Enteiweißung siehe Enteiweißen

Therapie Giftstoffausleitung siehe Entgiftung

Anpassung des Organismus an den Nahrungsbedarf:

Der Organismus hat sich im Laufe seiner Evolution an den Energieträger Kohlenhydrat adaptiert. Pflanzliche Nahrungsmittel bestehen zum Großteil aus Kohlenhydraten, nicht jedoch Fleisch und Fisch (der sehr geringe Gehalt an Glykogen ist zu vernachlässigen). Dementsprechend haben sich die Verdauungsorgane und der Stoffwechsel an Pflanzen- nahrung angepasst:

  • Amylase im Speichel für die Kohlenhydratverdauung,
  • großer Dickdarm zur Verwertung der Ballaststoffe (Fleisch und Fisch enthalten keine Ballaststoffe),
  • keine Eigenproduktion von Vitamin C (reichlich in pflanzlicher Kost, so gut wie nicht in Fleisch und Fisch enthalten),
  • Bildung und Resorption von Vitamin B12 im Dickdarm (Pflanzen bilden kein Vitamin B12),
  • keine Bildung des Enzyms Uricase (baut Harnsäure in das leicht ausscheidbare Allantoin um), weil pflanzliche Kost einen bis zu 6 mal geringeren Gehalt an Purinen (Harnsäurelieferant) aufweist.

physiologische Nahrungsmittel erhalten und fördern die Gesundheit:

  • Gemüse, vor allem Kartoffeln
  • Getreideprodukte (bei Sauerteigbrot Säuregehalt beachten)
  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse
  • Salate
  • Obst (individuell Obstmengen abwägen, wegen Beschleunigung der Dünndarmpassage: Durchfallneigung)
  • pflanzliche Öle und Fette
  • Butter
  • Schnittkäse (nur in geringen Mengen).

nicht physiologische Nahrungsmittel belasten die Gesundheit:

  • Fleisch
  • Wurst
  • Fisch (in kleineren Portionen wertvoll)
  • Kuhmilch (aufbereitet nur für Säuglinge teilgeeignet)
  • Frischmilchprodukte.

physiologische Getränke:

  • Quellwasser
  • rausgewählte unbehandelte Mineralwasser
  • ausgewählte wasserverdünnte Fruchtsäfte
  • ausgewählte milde Tees.

Problematische Nahrungsbestandteile:

  • Milchzucker (Laktose): Verdauungsdefizit wegen relativen Enzymmangels (Lactase) mit der Folge einer beschleunigten Dünndarmpassage; Krankheitsbild siehe Reizdarmsyndrom.

  • Kasein: 80% der Milcheiweiße bestehen aus Kasein. Nur das Kalb besitzt das spezifische Enzym, Lab, (der Säugling Gastricisin) um Kasein aufspalten und verwerten zu können. Beim Erwachsenen wird Kasein nur zum Teil verdaut, es gelangt in den Dickdarm wo es unter gesundheitsbelastender toxischer Fäulnis zersetzt wird; Krankheitsbild siehe Reizdarmsyndrom, Risiko Dickdarm-Ca.

  • Milchsäure: alle Milchprodukte enthalten durch den Herstellungsprozeß der Gärung Milchsäure, hoher Gehalt z.B. in Joghurt. Milchsäure belastet den Gesamtorganismus mit Wasserstoff-Ionen; Krankheitsbild siehe Säurebelastung.

  • Purine/Harnsäure: Fleisch Wurst und Fisch enthalten viel Purine, weniger Hülsenfrüchte. Purine werden zu Harnsäure abgebaut und müssen von den Nieren ausgeschieden werden. Wegen der schweren Löslichkeit der Harnsäure kommt es im hohen Maße zur Ausfällung, zum Niederschlag der Harnsäure in Geweben und Gelenken. Folgeerkrankungen siehe Rheuma/Gicht.

  • Säuren (Wasserstoff-Ionen): Säuren gelangen in den Körper durch saure Nahrungsmittel / Getränke, und durch Dickdarmgärung; auch einige unter besonderen Belastungen einsetzende Ersatz-Stoffwechselprozesse liefern erhebliche Mengen an Säure. Eine andauernde Säurezufuhr belastet den Gesamtorganismus. Die Säuren wirkten hemmend auf alle Stoffwechselvorgänge, mit der Folge von Leistungsschwäche und Immunschwäche, der Entstehung von Krankheiten und einem hohen Risiko der Krebsbildung; siehe Entsäuerung/Säurebelastung.

Zum Thema Ernährungsempfehlungen und problematische Nahrungsmittel detaillierte Ausführungen im Buch:

Mielke, K.J.: Droge Wohlstandskost: Chronisch krank durch Fehlernährung, Nov.1998, ISBN 3-00-002927-3, Mielke Verlag Hannover, Hassellhof 1, 30457 Hannover, Fax: 0511 - 434217

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Diäten:

  • Diät für Erkrankte, Metabolisches Syndrom (Übergewicht, Bluthochdruck, Alterszucker, Rheuma u. a. Erkrankungen):
    Physiologische Ernährung, stark Eiweißreduziert, stark Kalorienreduziert und Regenerationstherapie
  • Diät für Erkrankungsgefährdete (Übergewicht, latente Systemerkrankungen):Physiologische Ernährung, Eiweißreduziert, stark Kalorienreduziert und Regenerationstherapie
  • Diät zur Gewichtsreduktion Krankheitsprävention (Übergewicht):
    Physiologische Ernährung, Eiweißreduziert, Kalorienreduziert und Regenerationstherapie
  • Diät zur Erlangung des Idealgewichtes: Physiologische Ernährung, Kalorienreduziert, ggf. Regenerationstherapie.

 

Keine kalorienreduzierte Diät oder Fastenkur darf in einen Mangelzu- stand hinein erfolgen. Der Organimus benötigt alle Ressourcen um in einer Ausnahmesituation, wie sie der weitgehende Nahrungsverzicht darstellt, die erforderlichen lebensnotwendigen Stoffwechselvorgänge unterhalten zu können. Die Erfordernis einer Vitalstoff-Substitution mit Vitaminen und Spurenelementen ist vorab unbedingt zu klären. Die von mir durchgeführte Regenerationstherapie berücksichtigt dieses Faktum.

Zum Thema Diäten und Ernährungstherapie detaillierte Ausführungen im Buch:

Mielke, K.J.: Droge Wohlstandskost: Chronisch krank durch Fehlernährung, Nov.1998, ISBN 3-00-002927-3, Mielke Verlag Hannover, Hassellhof 1, 30457 Hannover, Fax: 0511 - 434217

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